Die Architektur am Rammelsberg

Erzaufbereitung
Erzaufbereitung

Den Kern der Übertageanlagen des Rammelsberges bildet die Erzaufbereitung, die sich über sieben Etagen den Berghang hinaufzieht. Entworfen wurde sie Mitte der 1930er Jahre von den Architekten Fritz Schupp und Martin Kremmer, von deren Reißbrettern auch andere bedeutende Industrie-Anlagen stammen, etwa die Zeche Zollverein – wie der Rammelsberg ebenfalls Weltkulturerbe.

Die Aufbereitungsanlage ermöglichte es, aus den fein verwachsenen Rammelsberger Erzen Konzentrate herzustellen, aus denen seit 1936/42 in den Hütten im Goslarer Stadtteil Oker die Metalle erschmolzen werden konnten.

Schon während der Planung für die Aufbereitung zeigte sich, dass die übrigen Gebäude des Erzbergwerks den neuen Anforderungen nicht mehr entsprachen, sodass zwischen 1936 und 1939 nahezu die gesamte übertägige Bebauung ersetzt oder zumindest erweitert wurde.

Weitere augenfällige Bestandteile der Übertageanlagen sind seitdem das Magazingebäude und das Verwaltungsgebäude, die im Bereich des ehemaligen Erzlagerplatzes die nördliche und südliche Begrenzung eines neuen Werkshofes bilden. Das Magazingebäude schließt zudem den Werkshof gegen den weiter nördlich liegenden Grubenbahnhof ab. Oberhalb der gesamten Anlage, leicht versetzt von der Zentralachse, ragt das Fördergerüst des Rammelsberg-Schachtes empor, der von 1938 bis 1988 der Hauptförderschacht des Erzbergwerks war. Nördlich der Aufbereitungsanlage ist das rund dreißig Jahre ältere, im neoromanischen Stil errichtete Gebäude der Kraftzentrale in die neue Bebauung integriert worden.

Verbindendes Element der übertägigen Gebäude ist die Werksstraße, die sich rund fünf Meter oberhalb des Werkshofes quer zur Zentralachse in Nordsüdrichtung erstreckt.







VERLÄNGERT!
09.11.2014

Unsere diesjährige Sonderausstellung "Perspektiven des Welterbes" sollte eigentlich am 26. Oktober 2014 Wochenende zu Ende gehen.
Allerdings haben wir uns aufgrund des regen Besucherinteresses entschlossen, die Ausstellungdauer um zwei Wochen zu verlängern.
Sie endet somit erst am 9. November zeitgleich zu dem Ende der Herbstferien in Niedersachsen und Bremen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Preis:
7,00 €
Kinder 4,00 €
 
Sonntags-Matinee
26.10.2014
11.00 Uhr

Vortrag: Dr. Martin Wetzel, Goslar: „Der Bergarbeiterstreik von 1889 an der Ruhr. Verlauf, Besonderheiten und Auswirkungen“

Preis:
kostenfrei
 
Veranstaltungskalender
Weitere Infos und Termine finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.