Die Wiesen am Berg

Die Wiesen am Rammelsberg waren ursprünglich Teil des Bergdorfes, jener Siedlung, in der bis zu ihrem Niedergang im 14. Jahrhundert vornehmlich die Montanen wohnten, also jene Menschen, die direkt vom Bergbau am Rammelsberg lebten. Archäologische Befunde deuten darauf hin, dass das Bergdorf bereits im 10. Jahrhundert bewohnt war. Es ist somit neben der Marktgemeinde eine der Keimzellen Goslars; zur Zeit ihrer größten Ausdehnung umfasste das Bergdorf rund 33 Hektar Fläche.

Die nach einer archäologischen Grabung in den 1920er Jahren aufgemauerten Fundamente der Bergdorfkirche sind deutlich im Gelände erkennbar – allerdings abseits unseres Rundganges und von diesem Standpunkt aus durch Baumbewuchs verdeckt. Die Bodenmodellierungen und Terrassierungen, die man von hier aus sehr wohl erkennen kann, zeugen von der einstigen Nutzung der Wiesen als Garten- und Weideland der Bewohner des Bergdorfes.

Im hügeligen Gelände der „Bergwiesen“ ist der Blaue Haufen aus der Entfernung kaum wahrzunehmen: Von Gras und Büschen überwachsen lässt nichts auf Anhaltpunkte zu seiner Namensgebung schließen, die eng mit dem 8. Lichtloch des Tiefen Julius-Fortunatus-Stollens, dem Finkenfluchter Schacht, zusammenhängt. Lichtlöcher waren nötig, um die Bergleute unter Tage mit frischen Wettern zu versorgen. Als an dieser Stelle 1572 der 88 Meter tiefe Finkenfluchter Schacht angelegt wurde, stürzte man den dabei anfallenden tief blauen Schiefer auf einen Haufen. Dieser hat im Laufe von Jahrhunderten zwar nicht sein Aussehen bewahrt; der Name aber, den er diesem frühen Aussehen zu verdanken hat, blieb erhalten.







GEÄNDERTE ÖFFNUNGSZEITEN!
24.03.2015

Vom 5. Januar 2015 bis 24. März 2015 haben haben wir von 9.00 bis 17.00 Uhr geöffnet!

Preise ab

Preis:
7,00 €
Kinder 4,00 €
 
Sonntags-Matinee
25.01.2015
11.00 Uhr

Dr.-Ing. Hendrik Schläper, Kassel: Anemometer & Co." -Handwerkszeuge" der Wettersteiger

Preis:
kostenfrei
 
Veranstaltungskalender
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