Was verbirgt sich hinter dem Begriff „Reichsbauernstadt“?
Warum wurde ausgerechnet Goslar zu dem ideologischen Zentrum nationalsozialistischer Agrarpolitik erklärt?
Und welche Rolle spielte der Reichsbauernführer Richard Walther Darré, der das Konzept einer „Blut-und-Boden“-Gesellschaft entwarf?
In seinem Vortrag „Mythos Bauerntum – Realität Reichsbauernstadt Goslar“ nimmt Oliver Turk vom Verein Spurensuche Harzregion das Publikum mit auf eine kritische Reise in die Gedankenwelt des Nationalsozialismus. Im Mittelpunkt steht dabei die ideologische Überhöhung des „deutschen Bauern“ als angeblichen „Lebensquell des Volkes “ – ein rassistisches, antisemitisches und völkisches Weltbild, das tief in die Gesellschaft Goslars hineinwirkte.
Der Vortrag wirft die Frage auf, wie diese Ideen funktionierten, welchen Einfluss sie auf Gesellschaft und Selbstbild nahmen – und welche Spuren sie bis heute hinterlassen haben.
Datum: 28. September
Uhrzeit: 11.00 Uhr
Ort: Videoraum, Weltkulturerbe Rammelsberg
Der Eintritt ist frei.
Bildnachweis: Reichsbauernstadt Goslar © Odal August 1942

