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Sonderausstellung "Wasser" am Rammelsberg

„Wasser“ - als Thema einer Kunstausstellung am Weltkulturerbe Rammelsberg vom 14. Januar bis 25. Februar 2018.
Die Künstlergruppe des Vereins Kunst-Wasser-Werk aus Schwerin widmet sich dem Thema „Wasser“ aus sehr verschiedenen Blickwinkeln und geht mit unterschiedlichen Herangehensweisen und Ausdrucksmöglichkeiten insbesondere auf die Beziehung des Menschen zum Wasser ein.
Diese Beziehung zwischen Mensch und Wasser spielt auch auf der Besuchertour durch den Roeder-Stollen am Weltkulturerbe Rammelsberg eine wichtige Rolle.
Wasser ist für die Bergleute Fluch und Segen zugleich! Fluch, weil eindringendes Wasser die Gruben flutete in denen Bergleute in mühevoller Arbeit das Erz aus dem Berg holten. Segen, weil Wasser jahrhundertelang als Energiequelle die Wasserräder zur Förderung des Erzes und die Pumpen zur Förderung des Grubenwassers antrieb.
Wasserräder im Berg, wie sie Besucher auf der Tour durch den Roeder-Stollenbesichtigen können, blieben bis Anfang des 20. Jahrhunderts im Betrieb, bevor Strom als neuer Energieträger die Wasserräder ablöste.
Das Wasser aber blieb weiterhin ständiger Begleiter des Bergbaus am Rammelsberg, nicht nur in Form des eindringenden Grubenwassers, welches jetzt mit elektrischen Pumpen leichter abgepumpt werden konnte. Auch der Strom zum Antrieb der Pumpen wurde mit Wasser erzeugt, zunächst im betriebseigenen Turbinenschacht des Erzbergwerkes Rammelsberg. Ab Mitte der 1920er Jahre bezog das Bergwerk dann den Strom aus den großen Verbundkraftwerken, die weiterhin neben Kohle auch Wasserkraft zur Stromerzeugung nutzten. Aktuell werden in der Bundesrepublik Deutschland noch rund drei Prozent des Strombedarfs von Wasserkraftwerken geliefert.
Der Umgang mit Wasser bestimmte über Jahrhunderte den Bergbau am Rammelsberg und ist seit der Einstellung des Bergbaubetriebs 1988 ein wichtiges Thema in der Vermittlung der Geschichte dieses Ortes im Besucherbergwerk und Museum.