Sonderausstellung

Eröffnung am 11. Oktober 2020, 11.00 Uhr

Ein Fördergerüst ist das weithin sichtbare Zeichen für den Bergbau und oft auch ein besonders repräsentativer Teil der Tagesanlagen. Es steht direkt über dem Förderschacht, der die Bergleute „vor Ort“ und die Bodenschätze „zu Tage“ bringt und schafft die Verbindung zwischen ober- und unterirdischen Betriebsteilen von Bergwerken. Die Bauart lässt nicht nur auf die Fördertiefe, sondern auch auf die der jeweiligen Epoche verfügbare Werkstofftechnologie schließen.

Die von den Kuratoren Judith Fait (München) und Dr. Johannes Großewinkelmann (Weltkulturerbe Rammelsberg) erstellte Sonderausstellung möchte anhand einer kurzgefassten Entwicklungsgeschichte einen Eindruck von der Vielfalt und Ästhetik dieses für ein Bergwerk so prägnanten Bauteils vermitteln. Speziell am Beispiel der Fördergerüste des Weltkulturerbes Rammelsberg und der Zeche Hausham in Oberbayern wird der Umgang der Industriearchitekten Fritz Schupp und Martin Kremmer, die an beiden Orten die Tagesanlagen in den 1930er Jahren sehr unterschiedlich neugestaltet haben, mit diesem Bauteil vorgestellt.