Formationen im Rhythmus der Zeit

Die Berliner Künstlerin Doris Marten transformiert mit ihrer Malerei Vinylschalplatten in farbintensive Rundbilder. Mehr als 1000 Tonträger verwandelte die Künstlerin in den vergangenen vier Jahren mit der für ihr Werk so typischen Linienstruktur von akustischen in visuelle Datenträger. 

Ab dem 22. Mai wird das Resultat dieser intensiven Arbeit am Weltkulturerbe Rammelsberg zu sehen sein. An mehreren Stahlwänden in der ehemaligen Erzaufbereitungsanlage formieren sich anlässlich des 1100jährigen Jubiläums der Stadt Goslar mehrere Hundert Arbeiten der Serie SOUND AND VISION zu farbintensiven Kompositionen, die den Ort in ein visuelles Klangerlebnis verwandeln. 

Visuelle Kompositionen

Die Schalplatte als Bildträger symbolisiert für die Künstlerin die phänomenologischen Gemeinsamkeiten von Malerei und Musik. Klang, Rhythmus, Intervall oder Akkord sind Begriffe, die beide Kunstrichtungen beschreiben. Innerhalb der vierteiligen Kompositionen funktioniert jedes Einzelbild als ein Farb- und Tonwert inmitten des endgültigen Ensembles wie ein Akkord im gesamten Konzert. Vitriole, die man in den Stollen des 1989 stillgelegten Bergwerks besichtigen kann, inspirierten die Künstlerin zu neuen Editionen in Petrolblau und -grün, Weiß und Orange.

Zur Person

Doris Marten ist 1971 in München geboren. Sie studierte Malerei in Nürnberg, Berlin und Paris und wurde 1998 Meisterschülerin von Rolf-Gunter Dienst. Sie erhielt zahlreiche Preise und Stipendien (DAAD, Studienstiftung des deutschen Volkes) und realisierte umfangreiche Ausstellungen sowie Kunst am Bau-Aufträge und ist mit ihren Arbeiten u.a. in der Sammlung des Deutschen Bundestages und der Sammlung Westlotto vertreten. 

Eröffnung der Sonderausstellung

Sonntag, 22. Mai von 11 - 13 Uhr. 
Zur Eröffnungsveranstaltung bitte mit Voranmeldung unter info(at)rammelsberg.de

Ausstellungsdauer: 22. Mai 2022 bis 20. November 2022