Piwik Besucheranalyse

Sonderausstellung

23. Juni bis 17. November 2019

Die Architekten der Tagesanlagen des Erzbergwerkes Rammelsberg, Fritz Schupp und Martin Kremmer, zwei der bedeutendsten deutschen Industriebaumeister der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, bauten die Bergwerksanlage nach ihren Vorstellungen von symmetrisch-übersichtlicher Gestaltung des Gesamtkomplexes unter Berücksichtigung der herrschenden nationalsozialistischen Architektursprache. Es entstand ein spezieller Architekturstil aus Elementen der nationalsozialistischen Architektursprache und des modernen Bauens. Die genaue Betrachtung dieser Stilsprache soll der Fotoausstellung als Grundlage dienen.

Seltene Bilder des Bauhaus-Fotografen Albert Renger-Patzsch von den Tagesanlagen des heutigen Weltkulturerbes Erzbergwerk Rammelsberg aus den 1950er Jahren fangen diese Architektur mit der Motivsprache der Fotografie der Moderne ein. Aktuelle Aufnahmen des Fotografen Dieter Blase gehen auf Details dieser Architektur ein. 

Schließlich haben die Architekten Fritz Schupp und Martin Kremmer auch eigene Fotos und Zeichnungen der von Ihnen geplanten Gebäude der Bergwerksanlage angefertigt.

Bilder von der Baustelle der Tagesanlagen aus den 1930er Jahren geben Einblicke hinter die Kulissen dieser Architektur auf die Situation einer Großbaustelle.

Damit gibt die Sonderausstellung bisher unbekannte Einblicke in den nahezu kompletten Neubau der Übertageanlagen des Erzbergwerkes Rammelsberg im Zuge der nationalsozialistischen Wirtschafts- und Rüstungspolitik in der zweiten Hälfte der 1930er Jahre.