Vorschau - Sonderausstellung 2022

Der 1972 in Buenos Aires geborene Künstler Mariano Rinaldi Goñi lebt und arbeitet in Berlin. Seit 2006 zeigt er Ausstellungen, deren Themen der nordischen Mythologie und ihrer Reinterpretation durch Richard Wagner entlehnt sind, mehrmals zeitgleich zu den Richard-Wagner-Festspielen.

Seit 2010 integrierte Goñi zunehmend weitere mythologische Elemente in seine Arbeit und setzte sich insbesondere mit den Topi Apokalypse / Naturgewalten / Ratio / Chaos / Wahnsinn / Ekstase auseinander. Dies mündete 2015 in die Ausstellung „La Locura tropical“ in der Galerie Deschler und ab 2016 in einen neuen Themenkomplex in Bezug auf das mittelalterliche Gleichnis des Narrenschiffs. In den Sommern 2016 und 2018 kehrte er damit nach Bayreuth zurück, um abermals im Kontext der Richard-Wagner-Festspiele seine eigene Vision des Gesamtkunstwerkes in der Verbindung von live Malerei, Tanz, Musik und Poesie aufzuführen.

Die Ausstellung „Mariano Rinaldi Goñi: Erz-Nornen, Mythen, Farben und Metalle“ dokumentiert einen umfangreichen Einblick in Goñis Oeuvre und ermöglicht andererseits sein künstlerisches Schaffen aktiv mitzuerleben sowie mitzugestalten.

Parallel zur Ausstellung im Schwerspatraum wird der Künstler in Zusammenspiel von Musik und Tanz ein mehrteiliges Gemälde malen, währenddessen er sich der Inspiration des Rammelsberges hingibt. Die regionalen Mythen und Legenden und die Bedeutung der Farben sind Ausgangspunkte seiner Auseinandersetzung. Dabei dient die Rea­genzienbühne als Workshop-Space und Atelier. Hier realisieren Goñi und Mitarbeiter des Rammelsberges mit Besuchern Workshops, in welchen sich seine malerische Fertigkeit mit dem Ort und seinen Ressourcen verbindet.