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Maltermeister Turm
Teichkaskade Oberharzer Wasserwirtschaft

Der Bergbau am Rammelsberg reicht rund drei Jahrtausende zurück. Anfangs wurde auf Kupfererz für die Bronzeherstellung gerachtt und in geringen Mengen auch Silber für die Münzherstellung gewonnen. In Goslar geprägte Silbermünzen waren bereits im späten 10. Jahrhundert in Umlauf. Seit dem 15. Jahrhundert baute man vornehmlich auf Bleierze, und in den letzten Jahrzehnten bis zur Schließung des Betriebes waren auch Zinkerz und Schwerspat wichtige Produkte des Rammelsberges.  

Oberbergmeister Roeder ließ um 1800 wesentliche Betriebsverbesserungen durchführen, von denen einige heute noch zu besichtigen sind. Ab 1906 wurde die Elektrifizierung des Werks vorangetrieben und die Nutzung von Dampf- und Wasserkraft eingestellt.  

1935 bis 1942 erhielt der Rammelsberg neue Übertageanlagen, deren Kern die für die damalige Zeit hoch moderne Erzaufbereitung bildete. Noch heute prägen diese Gebäude der Industrie-Baumeister Fritz Schupp und Martin Kremmer das Aussehen des Berges. In der Oberhoheit über die Montanbetriebe wechselten sich das deutsche Königtum, die welfischen Herzöge und die Stadt Goslar ab. Ab den 1920er Jahren waren die Staatsbetriebe Preussag und Braunschweig-GmbH Eigentümer.   Als die letzte Eigentümerin, die Preussag AG Metall, das Bergwerk 1988 schloss, waren schätzungsweise 27 Millionen Tonnen Erz aus dem Berg herausgeholt worden.  

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